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Holcim Geoportal freigeschaltet

26.07.11: Bei der Holcim (Deutschland) AG am Standort Lägerdorf wurde die Intranet-Anwendung g.on aimPort freigeschaltet. Das Unternehmen ist Norddeutschlands größter Baustoffproduzent.

Der Ursprung war vor ca. 150 Jahren die Zementherstellung in Lägerdorf; heute bilden die starken und eigenständigen Produktsparten Bindemittel, Zuschlagstoffe und Beton die Kernbereiche der Unternehmensgruppe, die durch verschiedene Serviceleistungen ergänzt werden.
Die Holcim (Deutschland) AG ist eine Tochtergesellschaft des weltweit tätigen Baustoffkonzerns Holcim Ltd, der mit Standorten auf allen Kontinenten vertreten ist und mehr als 80.000 Menschen in 70 Ländern beschäftigt.

Im Jahr 2009 wurde im Zementwerk Lägerdorf der Holcim (Deutschland) AG das Geoportal g.on aimPort als Intranetlösung zur Verwaltung und Beauskunftung von Werksanlagen implementiert. Diese Werksanlagen dienen vorrangig der Förderung von Rohstoffen und der Herstellung von Zementprodukten. g.on aimPort erleichtert nun die Werksdokumentation, aber auch die Liegenschaftsverwaltung. Bei Holcim spielt neben der geografischen Darstellung vor allem die Abfrage von Sachdaten eine große Rolle. Das war schon immer so, deshalb waren dafür bereits andere Systeme vorhanden, die über Schnittstellen angebunden wurden. Auch die Überführung der CAD-Daten in die Oracle-Datenbank mittels der Migrationssoftware FME war ein Teil des Projektes bei Holcim.
Weiterhin mussten das Liegenschaftsinformationssystem der Firma ESN und das Dokumentenmanagementsystem Pro.File von PROCAD integriert werden.

Das Geoportal funktioniert so: Wenn ein Mitarbeiter den Standort des Zementwerks Lägerdorf bei Hamburg aufruft, erscheint ein Luftbild, über das der Werkslageplan gelegt ist. Es ist auch möglich, weitere Informationen anzuzeigen, etwa vermessungstechnische Daten. Hinter den einzelnen Objekten verbergen sich Sachinformationen zu Besitzstand, Größe, Alter oder Nutzung. Teilweise befinden sich diese Daten in hinterlegten Dokumenten oder auch – zusammengefasst in einer Übersichtstabelle direkt in g.on aimPort – getrennt über einen Link erreichbar. Die Zusatzinformationen enthalten auch teilweise Hinweise zu Sicherheitsbestimmungen oder Arbeitsanweisungen („Wo muss wann gemäht oder gefegt werden?“) All diese Dokumente sind in der Datenbank von Pro.File enthalten, auf die man von g.on aimPort komfortabel zugreifen kann. Ältere Dokumente aus der Zeit vor dem papierlosen Büro sind als Scans enthalten, die neuen werden in unterschiedlichen Formaten eingestellt.

Gegenwärtig wird das Geoportal g.on aimPort nur am Standort Lägerdorf und dort vorrangig von der Planungsabteilung genutzt, die sich hier alle notwendigen Informationen besorgen kann, bevor sie mit ihrer eigentlichen Arbeit beginnt und dadurch viel Zeit spart. Eine Bereitstellung an anderen Standorten wird zurzeit vorbereitet.

Das sollen künftig auch andere Abteilungen, deshalb plant man bei Holcim in Lägerdorf die Integration weiterer Themen in das Geoportal. Die wichtigsten drei sind die Datenhaltung von Grundwassermessständen, die Werte von Emissionsmessstellen und die Erfassung von Kabeltrassen.
Die beiden ersten Themen können dann in einen Workflow integriert werden, der die Kommunikation mit den Behörden erleichtert und beschleunigt.

Bild: Werk Lägerdorf, ® Holcim AG